Meine Güte, was habe ich gerade gelacht!
Bin über den weblog Eintrag eines Fotografen gestolpert, der verkündete, dass er keine Leute mehr fotografieren will, die sich nachher nicht auch dafür bedanken, denn das wäre ja total undankbar, immerhin verbringt er seine kostbare Zeit damit, sie abzulichten und die Fotos top zu bearbeiten. In dieser Zeit könne er ja auch zehn andere tolle Dinge machen und müsste sich nicht extra die Mühe machen, da Pickel oder Augenringe zu retuschieren. So eine Undankbarkeit!
Also mal ehrlich, da stimmt doch irgendwas an der Einstellung des Herrn nicht. Ich seh's ja so, dass Fotografie ein Hobby ist, das eben davon lebt, Fotos zu machen. Und dass man sich über seine Ergebnisse freut. Nicht darüber, ob man anderen damit jetzt das beste Bild ihres Lebens beschert hat oder sie vor einem in den Staub fallen oder man damit super bekannt wird. Da interessiert mich doch auch der ganze Entstehungs- und Bearbeitungsprozess eines Fotos! Wenn ich mir schon denke "Verdammt, jetzt musst du wieder alles bearbeiten, so ein Mist, also wenn sich dafür nicht später alle artig bedanken, dann lichte ich die nie wieder ab, mimimimiiiii~!", dann ist das Hobby für mich doch auch keine Freude mehr. Oder sehe ich das falsch?
Ich bin echt froh, dass ich das nicht so verbissen sehe. Ein Danke zu hören ist zwar schön, aber kein Muss, da ich doch auch etwas von dem Ganzen habe und es für mich tue. Weil ich Freude am Fotografieren habe. Vielleicht sind meine Fotos nicht die besten, aber wenn ich merke, dass ich dazu lerne und mich entwickle, dann ist das ein sehr viel schöneres Gefühl als jedes Dankeschön der Welt auslösen könnte.










